Jean-Pierre R.
Schöne Gegend bei bescheidener Kulinarik
Schöne, moderne Schiffe, die zweckmässig eingerichtet wurden. Sehr zuvorkommendes Personal, eine Vielzahl von Ausflügen (eher teuer!), gut organisiert. Alles wäre perfekt, wäre da nicht die Gastronomie. Der Tag beginnt mit dem Frühstück, für welches man lang anstehen darf, um irgendwo an einen Tisch gesetzt zu werden, zu Leuten, die man mag oder nicht. Ich empfinde das ganze Prozedere erniedrigend und eine Beleidigung der Gäste. Es geht weiter mit der Qualität der Essen, die ein sehr bescheidenes Niveau erreichen. Es geht weiter mit der Unsitte, die Essen auf kalten Tellern anzurichten. Resultat: das Essen ist meistens lauwarm oder sogar kalt. Am Schlimmsten ist aber die mangelnde Abwechslung der Angebote. Es wird zwar behauptet, dass auf der 12-tägigen Reise die Karte dreimal (!) gewechselt wird. Tatsächlich werden nur wenige Gerichte ausgetauscht, der Rest bleibt bestehen. Bei einer schon sehr beschränkten Auswahl von rund einem Dutzend (mit einer Vielfalt von "speziellen Speisen"), kann jeder erahnen, wie sich die Entscheidungsfindung, bereits nach wenigen Tagen, anfühlt. Eine weitere Unsitte im Restaurant ist, dass zwar mittags eine wechselnde Tagessuppe und abends ein Pastagericht im Sortiment steht, dies aber nicht erwähnt wird. Nur der Zufall verhilft zu dieser Information. Dass die Pasta verkocht ist, rundet das Ganze ab. Fazit: eine konfortable Reise in einer wunderschönen Gegend mit einer Kulinarik, die höchstens das Niveau einer altbackenen Mensa erreicht.



