Andreas M.
Tut nicht, was es soll
Nach jahrelanger Wartezeit ist die Enttäuschung grenzenlos. Das Gerät tut einfach nicht, was es soll: Zähne putzen. Genauso gut könnte man einen angefeuchteten Waschlappen zusammenrollen und in der Mundhöhle drapieren. Toll sind lediglich die Verpackung, die Aufmachung und das ganze Marketinggehabe drumherum. Das Hauptproblem an diesem Gerät ist, dass von den im Handstück noch deutlich spürbaren Vibrationen im Mundstück kaum etwas ankommt, was an dessen Material liegen dürfte. Zu weiches Material dämpft die Schwingungen, zu hartes verunmöglicht die Einführung in den Mund. Der eingegangene Kompromiss vereinigt beide Nachteile: Das Mundstück kann kaum eingeführt werden, und die Schwingungen werden trotzdem fast vollständig eliminiert. Vor diesem Hintergrund empfinde ich es als besonderen Hohn, dass die Entwickler sich mehr um eine vollkommen überflüssige Bluetooth-Anbindung für das Smartphone als um eine wenigstens einigermaßen akzeptable Grundfunktion gekümmert haben. Aber vielleicht ist genau dies das Konzept: Nach dem Genuss von Blaubeeren und der Anwendung von Amabrush bleiben die Zähne blau (»blue tooth«). Was mich noch mehr ärgert als das zum Fenster hinausgeworfene Geld ist die im Zusammenhang mit der Produktion dieses Elektroschrotts erfolgte Ressourcenvergeudung. Ich kann nur eindringlich raten: Finger weg!



